
In Nordrhein-Westfalen spielt die Finanzwirtschaft – ein Wirtschaftsbereich, den die meisten eher mit Frankfurt in Verbindung bringen – eine wichtige Rolle: Über
350 Kreditinstitute, also
Banken, Sparkassen, Bausparkassen, etc. haben in Nordrhein-Westfalen ihren Stammsitz. Damit liegt das Bundesland bundesweit an zweiter Stelle hinter Bayern. Darüber hinaus gibt es rund
260 Finanzdienstleistungsinstitute und über 180 Versicherungsunternehmen.
Zur Bankenlandschaft in Nordrhein-Westfalen zählen u.a. traditionelle Privatbanken wie Sal. Oppenheim in Köln und HSBC Trinkaus & Burkhardt in
Düsseldorf. Weil Anfang 2005 die Stadtsparkassen Köln und Bonn fusioniert haben, ist seither die größte kommunale Sparkasse Deutschlands in der Region ansässig. Die
NRW.BANK ist die größte deutsche
Landesförderbank. Sie unterstützt unter anderem Existenzgründer und den Mittelstand.
Die Bruttowertschöpfung des Kredit- und Versicherungsgewerbes in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 betrug rund 16,4 Milliarden Euro.
Die Bedeutung der Branche spiegelt sich auch in der Anzahl ihrer Arbeitsplätze wider: 220.000 Arbeitnehmer sind am
Finanzplatz Nordrhein-Westfalen tätig, davon rund 142.200 im Kreditgewerbe. Vor allem die Versicherungsbranche ist stark vertreten: Hier arbeiten rund 77.230 Personen und damit ein Viertel aller Versicherungsmitarbeiter innerhalb Deutschlands. Die Stadt Köln ist nicht nur ältester sondern mit 27.680 Mitarbeitern auch zweitgrößter Versicherungsstandort in Deutschland.
Auch auf internationaler Ebene genießt der Finanzplatz Nordrhein-Westfalen einen guten Ruf: Düsseldorf beispielsweise ist ein wichtiger Standort für japanische Banken und mit einem Umsatz von rd. 60 Mrd. EUR ist die
Börse Düsseldorf einer der führenden Börsenplätze in Deutschland. Köln beheimatet bedeutende ausländische Versicherer.